Die Russisch-AG im Spiegel der Presse



Aus: Brettener Woche vom 13.03.2013
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Aus: Brettener Woche vom 14.11.2012
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Aus: BNN vom 13.10.2011
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Aus: BNN vom 4.10.2010
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Aus: BNN vom 28.5.2010
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Aus: BNN vom 25.7.2009
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Aus: BNN vom 6.10.2004


Aus: Abizeitung 2003
Choroscho to, schto rano natschinajetsja
Genossinnen und Genossen Mitschüler! Vor nunmehr zwei Jahren wurde das Russisch-Lem-Kollektiv zur Verbreitung von Kultur und Sprache unseres großen exsozialistischen Bruders, des GUS-Vorgängerstaates, im Jahresplan 2001-2003 von Generalsekretär Fichtner zur innerbrettener Kooperationsförderung (MGB+ ESG) in das Schulparteiprogramm aufgenommen. Wir glauben mit Stolz behaupten zu können, das 2-Jahres-Plansoll zu Genüge erfüllt zu haben und werden im Juli 2003 im stachanowschen Sinne als Helden der Arbeit ausgezeichnet.
Im Klartext: Im Schuljahr 1998/99 hatte sich am MGB zum ersten Mal die Gelegenheit geboten, im Zuge der Russisch-AG mit dieser hier nicht so populären Sprache in Kontakt zu kommen, russische Kultur und Bräuche kennen zu lernen. Nach zwei bzw. drei Jahren in der AG entschloss sich Herr Lundberg, einen Russisch-Grundkurs ins Leben zu rufen. Von nun konnten MGB- und ESGler hier ihren Lerneifer voll ausleben. Auf der Suche nach geeigneten Terminen einigten wir uns schließlich darauf, eine der drei Wochenstunden montags in der "nullten Stunde", um 6.45 Uhr (!) abzuhalten. Bemerkenswerterweise konnte man weder überdurchschnittliches Fehlen feststellen, noch kamen die Schüler wesentlich zu spät. Dank der engagierten Unterrichtsweise von Herr Lundberg und dem obligatorischen Kaffee war auch die Einschlafrate während der Stunde eher gering. Die scheinbare Extravaganz, Russisch zu lernen und montags zu Unzeiten aufzustehen wurde oft mit einem dummen Gesicht beantwortet, das Ungläubigkeit und auch etwas Mitleid widerspiegelte. Jedoch handelte es sich bei den Kursteilnehmern nicht um extravertierte Effekthascher (na en paar vielleicht scho), sondern um lernwillige, engagierte, motivierte, sich der Verantwortung ihres Tuns bewusste Freunde einer lernintensiven Sprache. Ebenfalls motivierend war der wöchentlich organisierte Kuchen und der im Samowar zubereitete Tee. Was nach zwei Jahren Grundkurs, den Jahren in der AG, zahlreichen gemeinsamen Kochabenden (Borschtsch etc.) und den zwei Schüleraustauschmaßnahmen mit der Schule 605 in St. Petersburg auf jeden Fall hängen bleiben wird, ist, dass Georg für seinen Tee eine schwarze Tasse mit rotem Stern benutzt, Herrn Lundbergs Tochter Lara gern mit Vaseline hantiert, es unter Zar Peter dem Großen eine Bartsteuer gab, die russischen Tupolevs tatsächlich noch fliegen, dass die Wörter písat´ und pisát´ je nach Betonung eine unterschiedliche Bedeutung haben (schreiben und pissen) und wir (insbesondere Samuel) meistens falsch betont haben (natürlich unwillentlich), und dass Russland das wahre Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist (wenn man Geld hat). Für die nachfolgenden Schülergenerationen bleibt trotz der aktuellen "Politik" unserer sehr verehrten Frau Kultusministerin und trotz der Oberstufenreform zu hoffen, dass der exklusive Klub der "Russen" am MGB erhalten bleiben wird.

Christiane Storck, Sabine Marhoffer, Samuel Braun





Aus: BNN vom 1.10.2002




Aus: BNN vom 3.12.2001